Gründe für Verbundenheit

Hausbootgemeinschaften waren schon immer eng

Der traurige Tod der britischen Politikerin Jo Cox zeigt einmal mehr die Stärke von Hausbootgemeinschaften. Cox, die auf einem Hausboot auf der Themse bei Hermitage Moorings lebt, wurde von der eng verbundenen Gemeinschaft der Hausbootbesitzer in London in einer zweiminütigen Hommage gewürdigt. Dies ist typisch für Menschen, die zusammen auf dem Wasser leben: Sie hatten schon immer ein starkes Gefühl für die Notwendigkeit einer Zivilgesellschaft.


Anne Wainwright, Vorsitzende des HCM, sagte auf der Website der Gemeinschaft: „Heute ist der traurigste Tag dieser engen Gemeinschaft. Wir haben unter den tragischsten und unerhörtesten Umständen einen lieben, lieben Freund verloren. Wir zollen unserem erstaunlichen, wunderbaren und temperamentvollen Mitglied dieser Gemeinschaft Tribut. Ein Leuchtfeuer der Hoffnung, das an Liebe, Freundschaft und Werte glaubte, die wir alle in dieser Zeit so sehr brauchen. Die Gemeinschaft wird weiterhin von ihrer unermüdlichen Energie und ihrem Engagement für alles Gute inspiriert sein. Unsere Gedanken sind bei ihrem Ehemann Brendan und ihren beiden wunderbaren Kindern.“


Während der Hommage an Cox erklangen die Hupen dreimal, bevor ein zweiminütiger Ton erklang, während die Hausbootbewohner an ihren Booten standen. Ein Gruß an ein hochgeschätztes Mitglied ihrer schwimmenden Gesellschaft. Diesen Zusammenhalt unter Hausbootbesitzern findet man nicht nur in England. Hausbootgemeinschaften gibt es auf der ganzen Welt, wo Menschen auf dem Wasser leben. Was verursacht diese starke Solidarität?


Praktische Probleme

Zunächst einmal ist es einfach eine Frage des Wohnens in derselben Nachbarschaft, der gleichen Art von Haus und der gleichen Art von praktischen Problemen. Denken Sie an Abwasserprobleme, Isolierung und daran, dass Sie Ihre Schlüssel versehentlich ins Wasser fallen lassen.


Rechtssicherheit

Ein weiterer wichtiger Grund scheint die Tatsache zu sein, dass ein „Wir gegen die“-Gefühl herrscht. „Wir“, das sind die Hausbootbesitzer, und „die“, die lokale und/oder nationale Regierung oder Immobilienentwickler, die ihren relativ freien Lebensstil bedrohen.


Menschen, die auf dem Wasser leben, haben oft weniger Rechtssicherheit, einfach weil es in vielen Fällen keine klare Gesetzgebung gibt, wenn es um das Leben auf dem Wasser geht. Diese Unsicherheit scheint eine starke Bindung zwischen Hausbootbesitzern zu schaffen.


Schützen und teilen Sie das Hausboot-Erlebnis

Gute Beispiele für einen solchen Zusammenschluss sind die „Floating Homes Association“ in Sausalito, Kalifornien, die „Key West Historic Houseboat Community“, die niederländischen „Vereniging Waterwonen en Toerisme“ mit Sitz in Amsterdam und „Toronto Float Homes“, die die Interessen ihrer Mitglieder vertreten.


All diese Gemeinschaften mögen sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden, aber sie alle haben ein gemeinsames Ziel: ihre Lebensweise auf dem Wasser zu schützen und zu teilen.


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