Durchschnittliche Bewertung in Alappuzha: 5 von 5 basierend auf 3 Bewertungen.
Wir haben 10 Hausboote in Alappuzha, Mit einer Summe von 70 Nächte Mit Preisen die von $138 bis $912 reichen Pro Nacht.
Stell dir vor, du wachst vom sanften Plätschern des Wassers am hölzernen Rumpf auf, der Duft von Kokospalmen liegt in der Morgenluft und um dich herum entfaltet sich ein ständig wechselndes Panorama smaragdgrüner Reisfelder. Das ist kein Traum. Das ist Alappuzha, eine kleine Küstenstadt im südindischen Bundesstaat Kerala, die sich als eines der faszinierendsten Hausbootziele der Welt einen Namen gemacht hat. Oft wird sie noch mit ihrem kolonialen Namen Alleppey bezeichnet. Der britische Vizekönig Lord Curzon nannte sie um die Wende zum 20. Jahrhundert das "Venedig des Ostens". Doch wo Venedig aus Stein und Marmor besteht, findest du in Alappuzha wiegende Palmen, schimmernde Lagunen und ein Labyrinth tropischer Wasserwege, das wie aus einer anderen Zeit wirkt.
Alappuzha liegt auf einem schmalen Landstreifen zwischen dem Arabischen Meer im Westen und dem riesigen Vembanad-See im Osten, im Südwesten Indiens. Die Stadt befindet sich etwa 62 Kilometer südlich der Hafenstadt Kochi und rund 155 Kilometer nördlich von Thiruvananthapuram, der Hauptstadt Keralas. Der nächste internationale Flughafen ist der Cochin International Airport in etwa 83 Kilometern Entfernung. Die Stadt selbst umfasst rund 46 Quadratkilometer und ist Verwaltungssitz des Distrikts Alappuzha, des kleinsten Distrikts in Kerala.
Was Alappuzha wirklich einzigartig macht, ist das Netz aus miteinander verbundenen Kanälen, Flüssen, Lagunen und Seen, das Teil der berühmten Kerala Backwaters ist. Dieses riesige Wasserstraßensystem erstreckt sich über Hunderte von Kilometern und wird seit Jahrhunderten für Transport, Handel und den Alltag genutzt. Der Vembanad-See, der an die Stadt grenzt, ist der längste See der indischen Halbinsel und als Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung ausgewiesen. Das Klima ist ganzjährig tropisch, warm und feucht, mit Durchschnittstemperaturen um die 27 Grad Celsius. Zwei Monsunzeiten sorgen zwischen Juni und November für kräftige Regenfälle, doch die Backwaters bleiben das ganze Jahr über befahrbar und beeindruckend schön.
Wenn du europäische Hausboote kennst, denkst du vielleicht an ein charmantes, aber dauerhaft vertäutes Boot am Kanalufer. Die Hausboote in Alappuzha sind etwas völlig anderes. Lokal nennt man sie kettuvallams. Ursprünglich waren es traditionelle Reisbarken, die zu schwimmenden Unterkünften umgebaut wurden und heute voll funktionsfähige Kreuzfahrtschiffe im Kleinformat sind. An Bord arbeitet eine Crew, meist mit Kapitän, und tagsüber gleiten die Boote durch die Backwaters, vorbei an von Palmen gesäumten Kanälen, kleinen Dörfern, Reisfeldern und winzigen Inseln. Nachts ankern die Hausboote an einem ruhigen Platz, da staatliche Vorschriften motorbetriebene Boote zwischen etwa 17:30 Uhr und 8:00 Uhr stoppen lassen, um die Netze der Fischer zu schützen. So erlebst du tagsüber eine aktive Fahrt und nachts absolute Ruhe auf stillem Wasser unter dem Sternenhimmel.
Der Bau eines kettuvallam ist eine Kunst für sich. Traditionell werden die Boote aus Jackfruchtholzplanken gefertigt, die mit Seilen aus Kokosfasern zusammengebunden werden, ganz ohne einen einzigen Nagel. Der Rumpf wird anschließend mit einem schwarzen Harz aus gekochten Cashewkernen versiegelt, eine wasserdichte Technik, die seit Generationen weitergegeben wird. Manche der größeren Hausboote sind über 70 Fuß lang. Die traditionelle Bauweise bleibt erhalten, doch moderne Hausboote sind inzwischen mit Motoren ausgestattet.
Reisende aus den USA, UK, DE, FR, Australien und vielen anderen Ländern kehren immer wieder für einen Hausbooturlaub nach Alappuzha zurück. Hier sind einige überzeugende Gründe:
Die meisten Besucher kommen wegen der Hausboote. Doch der Distrikt hat noch viel mehr zu bieten, das du vor oder nach deiner Fahrt entdecken kannst.
Nur wenige Kilometer von den Kanälen entfernt liegt die Region Kuttanad, ein geografisches Wunder. Kuttanad ist die am niedrigsten gelegene Region Indiens und einer der wenigen Orte weltweit, an denen Landwirtschaft unter dem Meeresspiegel betrieben wird, zwischen 1,2 und 3 Metern darunter. Reisfelder wurden über Jahrhunderte dem See abgerungen und durch von Hand errichtete Dämme geschützt. 2013 erkannte die FAO das Kuttanad-System als weltweit bedeutendes landwirtschaftliches Kulturerbe an. Vom Hausboot aus an diesen Feldern vorbeizugleiten, während der Wasserspiegel sichtbar höher liegt als das Land, ist ein surrealer Anblick.
Mitten im Vembanad-See liegt die kleine Insel Pathiramanal, was auf Malayalam "Mitternachtssand" bedeutet. Auf nur 10 Acres leben rund 91 einheimische Vogelarten und 50 Zugvogelarten sowie zahlreiche Pflanzen- und Schmetterlingsarten. Die unbewohnte Insel ist nur per Boot erreichbar und ein Paradies für Naturfreunde. Einer lokalen Legende nach entstand sie während eines uralten Rituals aus dem See.
Im Zentrum von Alappuzha befindet sich dieses privat geführte Museum mit einer der weltweit größten privaten Sammlungen von Swarovski-Kristallen. Dazu kommen Elfenbeinskulpturen, Porzellan, Jade, Tanjore-Malereien und antike Möbel. Es wurde von Betty Karunakaran im Gedenken an ihren Mann gegründet und zeigt drei Generationen leidenschaftlicher Sammler.
Nur 11 Kilometer von Alappuzha entfernt liegt der Marari Beach, ein ruhiger, goldener Strand mit Kokospalmen. Im Gegensatz zu Stränden wie Goa oder Kovalam ist es hier entspannt und wenig überlaufen. Fischerboote und kleine Dörfer prägen das Bild. Perfekt als Ergänzung zur Hausbootreise.
Die Geschichte Alappuzhas reicht bis in die Sangam-Zeit zurück. Schon der römische Geograf Plinius der Ältere erwähnte die Küste im 1. Jahrhundert n. Chr. Im 16. und 17. Jahrhundert war die Region ein wichtiger Umschlagplatz im Gewürzhandel mit den Niederlanden und Portugal. Die Kirche von Kokkamangalam gilt als eine der sieben Kirchen, die der Apostel Thomas im 1. Jahrhundert gegründet haben soll. Tempel, Moscheen, Synagogen und Kirchen existieren hier nebeneinander und spiegeln Keralas religiöse Vielfalt wider.
Ein Hausbooturlaub in Alappuzha ist mehr als nur eine Reise. Es ist ein Reset für die Sinne. Das sanfte Wiegen des Wassers, die intensiven Farben der Landschaft, der Geschmack der Küche Keralas und die Herzlichkeit der Menschen bleiben dir lange im Gedächtnis. Ob du an jahrhundertealten Tempeln vorbeigleitest, bei Sonnenaufgang einem Fischer zusiehst oder einfach entspannt an Deck liegst, Alappuzha bietet dir ein Erlebnis, das du so nirgendwo sonst findest. Buche jetzt dein Hausboot und lass die Backwaters von Alappuzha deine nächste große Reisegeschichte schreiben.