Durchschnittliche Bewertung in Irland: 4.7 von 5 basierend auf 3 Bewertungen.
Wir haben 1 Hausboot in Irland, Mit einer Summe von 4 Nächte Mit Preisen die von $170 bis $170 reichen Pro Nacht.
Die meisten Irland-Reisenden folgen derselben Route: Mietwagen, Küstenstraße, ein paar überfüllte Highlights und ein schnelles Pint im Temple Bar. Aber was wäre, wenn du stattdessen mit dem leisen Plätschern des Wassers unter dir aufwachst, morgens in den Nebel über einem uralten See trittst und deine Tage damit verbringst, durch einige der unberührtesten Landschaften Westeuropas zu gleiten? Ein Hausbooturlaub in Irland bietet genau dieses entschleunigte, intensive Reisegefühl und ist vielleicht die überraschendste Art, sich in dieses Land zu verlieben.
Irland ist eine Insel im Nordatlantik und mit rund 84.500 Quadratkilometern die 20.-größte Insel der Welt. Die Landschaft wird oft als Schüssel beschrieben: eine flache zentrale Ebene, umgeben von Küstenbergen und Hügeln. Der höchste Punkt ist der Carrauntoohil im County Kerry mit 1.039 Metern. Kein Ort in Irland ist weiter als etwa 110 Kilometer vom Meer entfernt. Dank des gemäßigten ozeanischen Klimas bleibt es das ganze Jahr über mild, mit durchschnittlichen Sommertemperaturen von 15 bis 16 Grad Celsius und Wintern, die nur selten unter den Gefrierpunkt fallen.
Besonders attraktiv für Urlaube auf dem Wasser ist die enorme Anzahl an Binnenwasserstraßen. Der River Shannon, mit 360,5 Kilometern der längste Fluss Irlands, durchzieht das Land fast mittig von County Cavan im Norden bis zum Atlantik bei Limerick. Unterwegs weitet er sich zu großen Seen wie dem Lough Ree (105 Quadratkilometer) und dem Lough Derg. Über den restaurierten Shannon-Erne-Wasserweg ist der Shannon mit dem River Erne verbunden, der in das wunderschöne Seensystem von County Fermanagh in Nordirland führt. Zusammen ergeben diese Wasserwege mehr als 240 Kilometer schiffbare Routen durch das grüne Herz Irlands.
In Irland gibt es zwei Hauptarten von Hausbooten. In Städten wie Dublin am Grand Canal oder an Orten wie Sallins im County Kildare findest du fest vertäute Hausboote. Diese bleiben an Ort und Stelle und bieten dir eine besondere Übernachtung auf dem Wasser, während Sehenswürdigkeiten und Verkehrsanbindungen ganz nah sind.
Auf dem Shannon-Erne-Wasserweg hingegen sind viele Hausboote sogenannte Selbstfahrer-Boote. Du kannst sie ohne Vorkenntnisse und ohne speziellen Bootsführerschein steuern. Die Anbieter geben vor der Abfahrt eine Einweisung, und die ruhigen Gewässer des Shannon mit ihrer sanften Strömung sind auch für Anfänger gut geeignet. Je nachdem, wo du dein Hausboot in Irland buchst, genießt du also entweder eine feste Lage am Wasser oder erkundest Flüsse und Seen ganz entspannt in deinem eigenen Tempo.
Raus aus den Touristenmassen. Die irischen Binnenregionen entlang des Shannon bekommen deutlich weniger Besucher als die bekannten Küstenrouten. Mit dem Hausboot fährst du durch ruhige Landschaften aus Mooren, Wildblumenwiesen und kleinen Inseln, die die meisten Reisenden nie zu sehen bekommen.
Maximale Freiheit ohne festen Plan. Egal ob Selbstfahrer-Boot oder fest vertäutes Hausboot: Du bestimmst deinen Tagesablauf. Leg im Dorf für ein Pub-Mittagessen an, bleib bis zum Sonnenuntergang am Seeufer oder verbringe den Tag mit Angeln. Keine Check-out-Zeiten, kein Reisebus.
Perfekt für jede Gruppengröße. Hausboote in Irland eignen sich für Paare genauso wie für Familien oder Freundesgruppen. Die Orte entlang der Wasserwege sind freundlich, überschaubar und gut zu Fuß zu erkunden, ideal für jedes Alter.
Irische Geschichte aus einer neuen Perspektive. Jahrhunderte lang waren Irlands Wasserwege wichtige Verkehrsadern für Mönche, Wikinger und Händler. Vom Deck eines Hausboots näherst du dich historischen Stätten so, wie es Reisende früher getan haben: vom Wasser aus.
Mitten in der Natur. Die Region rund um Shannon und Erne ist reich an Vogelarten wie Haubentauchern, Blässhühnern, Seeschwalben und Zugvögeln. In ruhigen Abschnitten sieht man oft Otter, und das Angeln auf Hecht und Forelle gehört hier zur Weltklasse.
Irland ist zu Recht berühmt für die Cliffs of Moher, den Ring of Kerry und die lebendigen Straßen von Dublin und Galway. Doch einige der schönsten Erlebnisse warten an Orten, die selten auf dem Titel eines Reiseführers landen.
Dieses riesige Kalksteinplateau wirkt fast außerirdisch. Oft als mondähnlich beschrieben, erstreckt sich der Burren als graue, zerklüftete Felslandschaft bis zum Atlantik. Trotz des kargen Aussehens wachsen hier arktische, alpine und mediterrane Pflanzen direkt nebeneinander. Außerdem findest du hier uralte Megalithgräber wie den berühmten Poulnabrone-Dolmen und Höhlen wie Aillwee, die eine verborgene Unterwelt offenbaren.
Direkt am Ufer des River Shannon liegt diese Klosteranlage aus dem 6. Jahrhundert, einst eines der wichtigsten religiösen und geistigen Zentren Europas. Zu den Ruinen gehören eine Kathedrale, sieben Kirchen, zwei Rundtürme und drei beeindruckende Hochkreuze. Gelehrte aus ganz Europa studierten hier, und Manuskripte wie das Book of the Dun Cow entstanden an diesem Ort. Von Athlone aus ist Clonmacnoise per Boot erreichbar und zählt zu den stimmungsvollsten historischen Stätten Irlands.
Vor der Westküste liegen diese drei Inseln, auf denen Irisch (Gaeilge) noch Alltagssprache ist. Die dramatische Landschaft von Inishmore mit dem prähistorischen Steinfort Dun Aonghasa, das hoch über den Atlantikklippen thront, fühlt sich an wie eine andere Welt.
Mit 609 Metern sind die Klippen von Slieve League fast dreimal so hoch wie die Cliffs of Moher, ziehen aber nur einen Bruchteil der Besucher an. Der Nordwesten Irlands, insbesondere Donegal, gilt als eines der bestgehüteten Geheimnisse des Landes: raue Berge, leere Strände und eine wilde Schönheit, die in Europa ihresgleichen sucht.
Vom Shannon bei Boyle aus erreichbar, bietet der Lough Key Forest Park Baumwipfelpfade, Abenteuerspielplätze, Radwege und wunderschöne Seelandschaften. Auf den Inseln liegen die Ruinen alter Abteien und Burgen. Ein beliebter Stopp für Familien, die Irland mit dem Boot erkunden.
Lass die Klassiker links liegen und setz auf Erlebnisse, die deine Reise wirklich besonders machen.
Ein Pint im ältesten Pub Irlands trinken. Sean’s Bar in Athlone schenkt seit etwa 900 n. Chr. Getränke aus. Teile der originalen Lehm- und Flechtwand sind noch sichtbar, ebenso eine Urkunde des Guinness-Buchs der Rekorde. Direkt am Shannon gelegen, ist der Pub ein perfekter Zwischenstopp auf deiner Bootstour.
Die Costello Chapel in Carrick-on-Shannon besuchen. Mit nur 17 Quadratmetern gilt diese winzige Kapelle als eine der kleinsten Europas. Sie wurde 1877 als Gedenkstätte erbaut und liegt mitten in einer lebendigen Stadt, die zu den wichtigsten Bootsrevieren Irlands zählt.
Ein Algenbad in Strandhill, County Sligo ausprobieren. Diese über 300 Jahre alte irische Tradition besteht aus einem heißen Bad mit frisch geernteten Algen aus der Region. Ein echtes irisches Spa-Erlebnis. Strandhill selbst ist ein charmanter Küstenort mit überraschend lebendiger Surfkultur.
Eine Greenway-Strecke radeln. Ehemalige Bahntrassen wurden in Irland zu landschaftlich schönen Rad- und Wanderwegen umgebaut. Der Great Western Greenway in County Mayo und der Waterford Greenway im Südosten gehören zu den beliebtesten und führen autofrei durch einige der schönsten Gegenden des Landes.
Die Insel Inchcleraun auf dem Lough Ree erkunden. Diese kleine Insel in einem der größten Seen Irlands beherbergt die Überreste eines Klosters aus dem 6. Jahrhundert und ist als Nationaldenkmal geschützt. Laut keltischer Legende fand hier die Kriegerkönigin Medb von Connacht ihr Ende. Per Boot erreichbar und meist angenehm ruhig.
Die beste Zeit für einen Hausbooturlaub in Irland ist von Juni bis August, wenn die Tage lang und die Temperaturen am angenehmsten sind. Mai und Juni sind die sonnigsten Monate mit etwa fünf bis sieben Sonnenstunden pro Tag. Das Wetter ist allerdings wechselhaft, pack also immer mehrere Schichten und Regenkleidung ein. Auch April, Mai und September sind tolle Monate mit weniger Trubel.
Irland ist gut per Flug erreichbar, mit internationalen Flughäfen in Dublin, Shannon, Cork und Knock. Dublin ist der wichtigste Knotenpunkt. Von dort sind es etwa zwei Stunden Fahrt nach Carrick-on-Shannon oder Banagher, zwei der beliebtesten Startpunkte für Bootstouren auf dem Shannon. Aus dem Vereinigten Königreich kommst du auch per Fähre, zum Beispiel ab Holyhead oder Liverpool.
In der Republik Irland zahlst du mit dem Euro. In Nordirland, also auch im Erne-Gebiet rund um Enniskillen, gilt das Britische Pfund. Englisch wird überall gesprochen. Irisch (Gaeilge) ist zwar die erste Amtssprache, begegnet dir aber vor allem auf Schildern und in den Gaeltacht-Regionen an der Westküste.
Für Selbstfahrer-Hausboote auf dem Shannon-Erne-System brauchst du keinen Führerschein. Vor der Abfahrt bekommst du eine kurze Schulung und eine Navigationseinweisung. Die Wasserwege sind ruhig, Schleusen gut zu handhaben, viele davon elektrisch. Das Tempo ist bewusst langsam und liegt meist zwischen 5 und 10 Kilometern pro Stunde.
Die Wasserwege im irischen Binnenland sind bekannt für hervorragendes Fried- und Raubfischangeln. Carrick-on-Shannon gilt als einer der Top-Spots des Landes. Für die meisten Gewässer brauchst du einen Angelschein, meist etwa 7 Euro pro Woche. Lokale Angelläden geben dir Tipps zu Plätzen und Regeln.
Irland lebt von seinen Geschichten, und die besten findest du abseits der bekannten Wege. Mit etwas über 5 Millionen Einwohnern in der Republik und rund 7 Millionen auf der gesamten Insel gibt es viel Raum zum Durchatmen, besonders außerhalb der Städte. Die irische Gastfreundschaft, vor Ort oft als "ceol, ceoil agus craic" beschrieben (Musik, Gesang und gute Stimmung), spürst du in jedem Dorf, in dem du am Abend anlegst.
Von uralten Klosterruinen, die nur per Boot erreichbar sind, bis zum ältesten Pub der Welt direkt am Flussufer, von surrealen Mondlandschaften bis zu versteckten Inseln voller keltischer Legenden: Irland bietet Erlebnisse, die dir kein Hotelzimmer und kein Reisebus liefern kann. Buche ein Hausboot und lass dich vom Wasser ins Herz der Grünen Insel tragen. Du wirst es nicht bereuen.