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Hausboot vermietung Wustrow - 1 Hausboot

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Miete von
$202
Pro Nacht
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Wo Ostseebrise auf Boddenruhe trifft

Stell dir vor, du wachst auf und unter dir plätschern sanft die Wellen, während du auf Gewässer blickst, die seit Jahrhunderten Seefahrtsgeschichte erlebt haben. Ostseebad Wustrow, gelegen auf der beeindruckenden Halbinsel Fischland-Darss-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern, bietet genau dieses Gefühl. Der charmante Badeort liegt an der schmalsten Stelle der Halbinsel, wo nur wenige hundert Meter die offene Ostsee vom ruhigen Saaler Bodden trennen. Ein Hausbooturlaub bringt dich genau zwischen zwei völlig unterschiedlichen Küstenwelten, in denen dramatische Steilufer und sanfte, schilfgesäumte Ufer in Gehweite zueinander liegen.

Die Halbinsel zwischen zwei Wassern

Wustrow umfasst rund 7 Quadratkilometer und nimmt eine außergewöhnliche geografische Lage ein. Der Ort wird im Westen von der Ostsee und im Osten vom Saaler Bodden begrenzt. Der Saaler Bodden gehört zum südwestlichen Teil der Darss-Zingster Boddenkette, einer lagunenartigen Wasserlandschaft, die typisch für diese Ostseeküste ist. Mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur etwa zwei Metern und einem geringen Salzgehalt von 1 bis 3 Promille bieten diese flachen Brackgewässer perfekte Bedingungen für festliegende Hausboote in ruhigen Häfen. Große Teile der geschützten Boddenlandschaft gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, dem drittgrößten Nationalpark Deutschlands mit über 750 Quadratkilometern Fläche.

Ein Klima zum Abschalten

Die Region profitiert von einem milden nordmecklenburgischen Küstenklima mit hoher Luftfeuchtigkeit und besonders sauberer, unbelasteter Luft. Diese Mischung hat Wustrow den Status eines anerkannten Seebads eingebracht, denn schon seit dem späten 19. Jahrhundert schätzen Besucher die heilende Wirkung der Seeluft. Dazu kommt eine der höchsten Sonnenscheindauern Deutschlands, ideal für alle, die natürliche Erholung suchen.

Verwurzelt in maritimer Geschichte

Wustrows Seele ist untrennbar mit der Seefahrt verbunden. Das Dorf ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern war Heimat zahlreicher bekannter Reeder, Kapitäne und Steuermänner. Um 1800 verfügte Fischland über 70 Segelschiffe, 1843 waren es bereits 168. Das führte 1846 zur Gründung der Großherzoglichen Navigationsschule, der ersten staatlichen Seefahrtsschule Mecklenburgs. Das Gebäude, vor Ort als das graue Schloss am Meer bekannt, steht noch heute auf dem Stegberg. Zwar verlor die Seefahrt mit dem Aufkommen der Dampfschiffe an Bedeutung, doch der maritime Geist lebt weiter, in reetgedeckten Kapitänshäusern, in der Kirche mit ihren drei von dankbaren Seeleuten gestifteten Schiffsmodellen und in den traditionellen Zeesbooten im Hafen.

Slawischer Kultplatz

Schon der Ortsname erzählt eine spannende Geschichte. "Swante wustrow" bedeutet im Altslawischen "heilige Insel" und verweist auf ein einstiges Heiligtum des wendischen Gottes Svantevit. Die eindrucksvolle neugotische Kirche, 1873 geweiht, steht auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel, der archäologisch als vorchristlicher Kultort identifiziert wurde. Von der 18 Meter hohen Aussichtsplattform des Kirchturms erkennst du gut, warum Wustrow bis ins 14. Jahrhundert tatsächlich eine Insel war.

Warum ein schwimmender Rückzugsort in Wustrow?

Ein Hausboot in Wustrow macht aus einem normalen Urlaub etwas ganz Besonderes. Die ruhigen, geschützten Gewässer des Saaler Boddens sind ideal für festliegende Hausboote. Du lebst direkt auf dem Wasser, ganz ohne Segel- oder Bootserfahrung. Im Gegensatz zu großen, hektischen Marinas bewahren die Häfen hier eine persönliche, traditionelle Atmosphäre.

Zwei Küsten, ein Ort

Nur wenige Orte bieten auf so kurzer Distanz solch starke Gegensätze. Morgens spazierst du entlang des wilden Hohen Ufers, einer 3,2 Kilometer langen Steilküste Richtung Ahrenshoop mit bis zu 16 Metern Höhe. Diese Endmoräne, vor über 10.000 Jahren von skandinavischen Gletschern geformt, verändert sich ständig, da die Ostsee jedes Jahr bis zu fünf Meter Küste abträgt. Am Nachmittag erkundest du die sanfte Boddenseite mit Schilfgürteln, Wiesen und dem idyllischen Fischlandhafen. Dein Hausboot liegt perfekt zwischen diesen beiden Welten.

Raus aus dem Alltag

Wustrow hat bewusst seinen dörflichen Charakter bewahrt. Mit rund 1.300 Einwohnern fühlt es sich angenehm fern vom Massentourismus an und bietet dennoch eine sehr gute Infrastruktur. Supermärkte, Restaurants, Apotheken, Fahrradverleihe und kleine Läden erreichst du bequem zu Fuß. Der Strand trägt die Blaue Flagge für Wasserqualität und Sauberkeit, ein Siegel, das bestätigt, was du im klaren Ostseewasser selbst siehst.

Unerwartete Schätze entdecken

Abseits von Strand und Spaziergängen warten in und um Wustrow Erlebnisse, die viele Besucher verpassen.

Die Zeitkapsel Fischlandhaus

Dieses denkmalgeschützte, rund 200 Jahre alte Hochdielenhaus dient heute als Gemeindebibliothek und Ausstellungsort. Beim Betreten fühlst du dich sofort in eine Zeit zurückversetzt, in der Fischer- und Seefahrerfamilien hier harte Ostseewinter überstanden. Frag die Bibliothekare nach den lokalen Schriftstellern Kathe Miethe und Tilsche Schellwegen, deren Werke eng mit Fischland verbunden sind.

Deutschlands erste Windkraftanlage

Auf dem Deich bei Wustrow steht ein Stück Industriegeschichte: die erste industrielle Windkraftanlage der ehemaligen DDR. Die Vestas V25 mit 200 kW Leistung und 28,5 Metern Nabenhöhe markiert einen Wendepunkt in der deutschen Energiewende und ist ein überraschendes Fotomotiv.

Die Künstlerkolonie nebenan

Das benachbarte Ahrenshoop entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zur Künstlerkolonie und zog Maler wie Paul Muller-Kaempff und den Bildhauer Gerhard Marcks an. Das besondere Ostseelicht, das sie inspirierte, taucht die Landschaft bis heute in außergewöhnliche Farben. Das 2013 eröffnete Kunstmuseum Ahrenshoop zeigt Werke dieser Tradition, während der Blaue Kunstkaten bereits seit 1909 Ausstellungen beherbergt.

Mehr als Strand: Deine To-do-Liste

1. Mit einem traditionellen Zeesboot segeln

Diese breit gebauten Holzboote mit ihren rotbraunen Segeln waren einst die Arbeitstiere der Boddenfischer. Schon seit dem 15. Jahrhundert perfekt an die flachen Gewässer angepasst, gehört das Zeesbootsegeln heute zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Von Mai bis Oktober bieten Kapitäne im Hafen von Wustrow Segeltörns an. Lautlos über den Bodden zu gleiten und dabei vielleicht Robben, Seeadler oder anderes Wild zu sehen, ist ein Erlebnis, das kein normaler Strandurlaub ersetzen kann. Wenn es zeitlich passt, erlebe die Wustrower Zeesbootregatta am ersten Samstag im Juli.

2. Wanderung am Hohen Ufer nach Ahrenshoop

Der abwechslungsreiche Küstenweg führt durch kleine Waldstücke, vorbei an Sanddorn und Wildrosen. Uferschwalben nisten in der Steilküste, und an klaren Tagen kannst du sogar das dänische Festland am Horizont erkennen. Die aktive Abbruchkante gibt ständig neue geologische Einblicke frei, während alte Bunkerreste aus DDR-Zeiten für einen überraschenden historischen Akzent sorgen. Plane etwa zwei Stunden pro Strecke ein und geh über den Strand zurück, für eine ganz andere Perspektive.

3. Kirchturm-Blick zum Sonnenuntergang

Die neugotische Fischlandkirche bietet mehr als nur Stille. Steig bei Sonnenuntergang auf die Aussichtsplattform und sieh zu, wie das Licht gleichzeitig Bodden und Ostsee verändert. Im Inneren hängen drei Schiffsmodelle, gestiftet von Seeleuten als Dank für sichere Heimkehr. Das älteste Ausstattungsstück ist ein gotisches Taufbecken aus französischem Kalkstein aus dem Mittelalter. Im Sommer lohnen sich auch die Konzerte in der klangvollen Kirche.

4. Das Kranichspektakel erleben (September bis November)

Jeden Herbst wird Fischland-Darss-Zingst zur Bühne eines beeindruckenden Naturschauspiels. Bis zu 70.000 Graukraniche sammeln sich während ihres Zuges von Skandinavien und Osteuropa in Richtung Frankreich, Spanien und Afrika in der Boddenlandschaft. Die flachen Gewässer bieten sichere Schlafplätze vor Fressfeinden. Beobachtungspunkte und Bootstouren, etwa ab Zingst, ermöglichen respektvolle Naturbeobachtungen. Das NABU-Kranichzentrum in Groß Mohrdorf liefert spannende Hintergründe zu diesen Glücksvögeln.

5. Radtour auf der Boddenroute nach Ribnitz-Damgarten

Flaches Gelände und gut ausgebaute Radwege machen die Region perfekt fürs Radfahren. Vom Hafen Wustrow fährt eine Personenfähre nach Ribnitz-Damgarten, bekannt als Bernsteinstadt mit jahrhundertealter Schmucktradition aus dem Gold der Ostsee. Das Deutsche Bernsteinmuseum zeigt rund 1.600 Exponate zur Geschichte und Nutzung des Bernsteins. Unterwegs durchquerst du außerdem das Ribnitzer Große Moor, eine Landschaft, die wieder ganz anders wirkt.

Praktische Tipps für deinen Aufenthalt

Anreise

Gib im Navi unbedingt "Ostseebad Wustrow" ein, da es mehrere Orte mit dem Namen Wustrow in Mecklenburg-Vorpommern gibt. Der Ort ist über die B105 und L21 erreichbar. Der nächste Bahnhof ist Ribnitz-Damgarten West, von dort fährt die Buslinie 210 nach Fischland. In der Hauptsaison gibt es Direktverbindungen aus mehreren deutschen Großstädten. Fahrräder dürfen in vielen Regionalbussen und Bahnen mitgenommen werden.

Autofreies Glück

Dank der kompakten Größe und der sehr guten Radwege eignet sich Wustrow ideal für einen Urlaub ohne Auto. Wenn du einmal auf deinem Hausboot angekommen bist, erreichst du alles Wichtige zu Fuß oder mit dem Rad. Fahrradverleihe findest du überall im Ort.

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz

Der Sommer bringt Badetage und Hafenfeste. Im Herbst kommen die Kraniche und die Brunftzeit der Rothirsche im Nationalpark, die man hier tagsüber beobachten kann, da seit Jahrzehnten nicht gejagt wird. Im Frühling kehren die Kraniche zwischen Mitte März und Mitte April für ihre Balztänze zurück. Selbst der Winter hat seinen Zauber, mit verschneiten Stränden und einer tiefen Ruhe, die den ursprünglichen Charakter der Landschaft zeigt.

Die Gewässer verstehen

Die geringe Tiefe des Saaler Boddens von etwa zwei Metern schränkt manche Wassersportarten ein. Hausboote liegen hier meist fest an ihrem Platz und dienen als schwimmende Unterkünfte statt als fahrende Boote. Genau das macht den Reiz aus, denn du genießt Stabilität, Ruhe und den gleichmäßigen Rhythmus des Lebens am Wasser ohne Navigationsaufwand.

Ein Ort, der bleibt

Wustrow hat eine besondere Ausstrahlung, die viele erst nach einiger Zeit spüren. Vielleicht ist es die Verbindung aus jahrhundertealter Seefahrtstradition und geschützter Natur. Vielleicht der Kontrast zwischen wilder Ostseeküste und sanftem Boddenufer. Oder einfach das entspannte Beobachten traditioneller Segelboote auf Gewässern, die Fischer seit Generationen nutzen. Buche jetzt dein Hausboot und erlebe selbst, warum dieser Abschnitt der deutschen Küste Herzen erobert und nicht mehr loslässt.

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